Die Social Spots und die Social Distancing Circles verfolgen dasselbe Ziel: den öffentlichen Raum sicher nutzbar zu machen. Allerdings unterscheiden sich die Konzepte stark, wie auf den ersten Blick an den Fotos ersichtlich ist.
Die Social Distancing Circles wurden im Dominik Park in New York implementiert. Es handelt sich dabei um ca. 2 Meter große Kreise die auf die Rasenfläche aufgemalt wurden und die untereinander einen Abstand von 1,8 Metern haben. Da der Abstand nur zwischen den Kreisen geward wird, nicht aber in deren Inneren bedeuet das, dass die Kreise eigentlich nur von Personen des selben Haushaltes belegt werden können. Um sich mit Freunden zu treffen eigenen sich die Social Distancing Circles also nur bedingt, denn dann muss innerhalb des Kreises eine Maske getragen werden um die Ansteckungsgefahr zu minimieren.
Im Gegensatz dazu zielt das Konzept der Social Spots darauf ab, dass die soziale Interaktion zwischen allen ermöglicht wird. Das Dreiecksmuster, das einen Abstand von 2 Metern zwischen allen Personen schafft erlaubt es auch Familie, Freunde und Bekannte aus anderen Haushalten zu treffen und mit Unbekannten ins Gespräch zu kommen. Zwei Personen aus dem selben Haushalt können sich einen Spot teilen.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Social Distancing Spots vor allem für Familien geeigent sind um sich sicher im Freien aufzuhalten und sich innerhalb eines definierten Umkreises frei zu bewegen, während die Social Spots es erlauben Raum für wesentlich vielfältigere soziale Interaktionen zu bieten.
Je nach Dynamik des Ortes ist ein anderes Konzept passender und die Kombination der beiden Konzepte sollte bei der Gestaltung größerer Flächen unbedingt in Erwägung gezogen werden.
Die Verwendung des Begriffs Social Distancing sollte allerdings durch Physical Distancing ersetzt werde.
Social Distancing Circles: https://untappedcities.com/2020/05/18/photos-of-the-social-distancing-circles-at-domino-park-brooklyn/
